Wirtschaftsaufschwung und trotzdem wird alles Teurer
Erstellt von Ralf Ullrich am Mittwoch 5. Januar 2011
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Wirtschaftsaufschwung und trotzdem wird alles Teurer
Wie schon gegen Ende des letzten Jahres werden wir von positiven Aufschwungsmeldungen förmlich überschwemmt. Alle Radiosender und Fernsehsender berichten davon wie alles aufwärts geht . Doch ist das wirklich so ???
Ich kenne seltsamer weise nur ganz wenige, die mir von einer nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensumstände berichten.
Die meisten haben weniger Geld im Geldbeutel, denn verschiedene Kosten steigen und Zuwendungen werden gekürzt. Die Krankenkassenbeiträge klettern von 14,9 % auf 15,5 % und der Satz für die Arbeitslosenversicherung auf drei Prozent.
Viele Kommunen erhöhen die Grundsteuer und die Stromtarife werden angepasst. Das Elterngeld wird für Hartz-IV-Empfänger und Spitzenverdiener gestrichen, Normalverdiener bekommen nur noch 65 % statt bisher 67 % des Einkommens.
Die Tabaksteuer steigt im Mai und die Flugtickets kosten dank der Ticketabgabe zwischen 8 und 45 Euro mehr.
Die Menschen sollten das ins Fernseh zu schauen mal auf die harten Fakten und auf konkrete Resultate schauen.
Was geschieht tatsächlich bzw. was kommt bei verschiedenen Handlungen heraus?
So stehen den positiven Aussagen und der versprühten Zuversicht der Regierung völlig andere Aktionen gegenüber.
Auf europäischer Ebene wird an einer Rettung 2.0 gearbeitet, die dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nacheifert. Es ist offensichtlich, dass die Verantwortlichen sehr wohl wissen, dass das marode Finanzsystem vor den nächsten (gravierenden) Einbrüchen steht.
Dass man Verluste und Probleme nicht wegbeten kann, zeigt das Beispiel der Sachsen-LB, die am Beginn der Finanzkrise eine zeitlang die Schlagzeilen beherrschte.
Deren Verluste verschwinden leider nicht automatisch.
Das Finanzministerium in Dresden meldete, dass das Land Sachsen im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres, Garantieauszahlungen in Höhe von 59,30 Millionen Euro geleistet hat.
Bisher summieren sich die Zahlungen seit Juni 2009 auf 132 Millionen Euro. Das dicke Ende wird jedoch erst folgen, da das Land für das Desaster der Sachsen-LB mit insgesamt 2,75 Mrd. Euro bürgt.
Seinerzeit wurde gesagt, dass die Bürgschaften keine konkrete Zahlungsverpflichtung bedeuten und nur im „unwahrscheinlichen“ Notfall gezogen werden.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
Dies wurde uns auch im Bezug auf die Rettungsaktionen für Griechenland und Irland erzählt wurden Erinnern sie sich . Schenken Sie dem daher keinen Glauben, sondern halten Sie bitte die Geldbörse für Ihren Beitrag parat!
Kein Anleger oder Sparer kann es sich leisten, oder wäre bereit, freiwillig auf Geld zu verzichten.
Stellen Sie sich mal vor, Sie wären ein Sparer, der für € 25.000,– griechische Anleihen gekauft hat. Jahrelang hätten Sie fröhlich hohe Zinsen kassiert und nun kommt Griechenland in Bedrängnis und Ihnen droht ein Teilverlust Ihres Guthabens.
Würden Sie nun freiwillig sagen, das war mein Risiko und ich muss mich leider mit einem Verlust abfinden? Wo Sie doch auf die Garantie der Bundesrepublik zurückgreifen können! – Wohl kaum und warum sollten Sie so ehrenvoll sein.
Meinen Sie vielleicht, dass läuft mit Griechenland und Irland und all denen, die da noch kommen werden, anders!
Gewöhnlich rät man jedem, eine mögliche Bürgschaft gründlich zu überdenken und soweit als möglich abzulehnen. Diesem Grundsatz sollte die Politik auch folgen.
Es ist ein frommer Wunsch zu denken, dass man die enormen Schuldenberge durch aussitzen löst und ein großer Aufschwung uns dieser Probleme entledigt.
Trotz des aktuellen starken Aufschwungs in Deutschland steigt die Verschuldung weiter an.
Das Haushaltsdefizit des Bundes wird trotz des vermeintlichen „XXL-Aufschwungs“ für das Jahr 2010 bei über 50 Mrd. Euro liegen.
Ich frage Sie, wann könnte man einen soliden Haushalt erreichen und Schulden tilgen, wenn nicht in Zeiten einer gut laufenden Wirtschaft?
Darauf basiert aber die Propaganda der Politiker. Sie sagen uns, wir stabilisieren jetzt die Finanzmärkte und verjagen die bösen Spekulanten. Dann tragen wir die Schulden durch das künftige Wirtschaftswachstum ab.
Das wird nicht geschehen, wie wir derzeit erleben, weil die Politiker immer mehr Geld ausgeben, als sie zur Verfügung haben.
Jeder tut gut daran, sich auf massive Einbrüche einzustellen, die einsetzen, sobald die Märkte das offensichtliche Fehlverhalten bestrafen.
Sie sollten sich absichern. Zuerst sichern sie mal Ihr Vermögen nicht alles aber wenigsten 30 % sollten sie in physisches Gold legen am besten in kleinen Einheiten sie finden dazu viel Artikel hier auf meinen Blog.
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Donnerstag 12. Mai 2011 um 16:05
[...] Ein interessanter Artikel vom Stern aus dem Jahr 2004: Konsum – Die Wahrheit über die Preise Auch in Jenny´s Blog findet man interessante Denkansätze! Auf wiwo.de beschäftigt sich Anton Riedl in seinem gleichnamigen Riedls Dax-Radar mit dem Thema Aktien und Ralf Ullrich von Papier-zu-Gold.de schreibt lesenswertes in seinem Artikel: Wirtschaftsaufschwung und trotzdem wird alles teurer [...]