Hat die Euro-Zone nur noch zehn Tage
Erstellt von Ralf Ullrich am Dienstag 29. November 2011
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Hat die Euro-Zone nur noch zehn Tage?
Mit der Überschrift (The Eurozone has 10 Days at most) setzte die englischsprachige „Financial Times“ am Montagmorgen ein Ausrufezeichen in der Geschichte der Eurokrise.
Wenngleich auch die Prognose von 10 Tagen sehr gewagt ist, so hat der Autor, Wolfgang Münchau, im Prinzip doch Recht. Auch der große „global Player“ UBS warnt, dass die Märkte das Endspiel um den Euro bereits einpreisen . Die Zeichen des Untergangs stehen in Flammenschrift an der Wand.
Fieberhaft versucht man, unter der Führerschaft von Merkel und Sarkozy, die EU noch irgendwie zu retten. Vertragsänderungen hin zu einer europäischen Fiskalunion würden Jahre dauern, die man nicht hat. Nun wird über einen Not-Stabilitätspakt beraten, dem die nationalen Regierungen ohne Abstimmungen der Parlamente einfach beitreten können. Kanzlerin Merkel gibt sogar ihren Widerstand gegen das unbegrenzte Aufkaufen maroder Staatsanleihen durch die EZB mangels Alternativen auf.
Etablierung einer Kern-EU?
Geheime Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich sind an die Öffentlichkeit gekommen, nach der Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy eine Art „starken Kern“ der EU bilden wollen.
Die sechs stärksten EU-Länder sollen sich zu einem Sonderstabilitätspakt zusammenschließen und sich strengen Sparauflagen, Schuldenbremsen sowie Kontrollen ihrer nationalen Haushalte unterwerfen.
Diese Not-Koalition der soliden Kern-EU-Länder soll möglicherweise gemeinsame Anleihen herausgeben, um so einen Schutzwall vor den rasant ansteigenden Zinsen aufzubauen. Damit würde natürlich ein sehr großer Schritt in Richtung Abschaffung der nationalen Souveränität getan .
Rettet sich Frankreich durch ein Hintertürchen?
Aus strategischer Sicht ist dieser starke Kern ein sehr kluger Schachzug von Sarkozy. Hier wird eine Struktur aufgebaut, die in dem Falle, dass die Eurozone nicht gehalten werden kann, für einen Nordeuro und einen Südeuro bereitsteht. Nicht ohne Grund drängt gerade Frankreich stark auf diese Konstruktion.
Noch gehört es als ein starkes EU-Land mit einem dreifach A-Rating zu den „gesunden“ und soliden EU-Mitgliedern. Diese Bonitätsnote ist aber stark in Gefahr, da eine Herabstufung bereits angedroht wurde. Würde aber das „Triple-A“ fallen, wäre Frankreich plötzlich Mitglied im Club der „Rettungskandidaten“.
Gelingt es jedoch, noch rechtzeitig in eine Art geschützter Zone zu schlüpfen, könnte sich Frankreich im Verbund der Starken durch gemeinsame Anleihen retten.
Anwerfen der Notenpresse = Hyperinflation?
Fraglos und ohne jeden Zweifel kommt das Aufkaufen der faulen Staatsanleihen in der Eurozone durch die EZB einem unlimitierten Gelddrucken gleich.
Die Angst vor einer heftigen Inflation ist daher begründet. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sie auch am Ende der Entwicklung stehen. Dennoch wird dies zunächst kaum einen Einfluss auf das Preisniveau im täglichen Leben haben.
Dieses „gedruckte“ Geld landet sofort bei den Banken, denn die Länder, deren Staatsanleihen aufgekauft werden, bringen die Milliarden ja nicht in ihrem Land in Umlauf, sondern bezahlen damit die alten, auslaufenden Staatsschulden an Investoren und Geldinstitute.
Das Geld ist also nicht im Umlauf und konkurriert daher nicht mit Waren und Dienstleistungen, sondern stabilisiert in erster Linie die illiquiden Banken.
Ganz im Gegenteil könnte es erst einmal für einige Zeit zu einer Entspannung der Situation führen und zu einer weiteren Scheinblüte, die sogar ein paar Jahre andauern könnte.
Die aktuelle Entwicklung ist besorgniserregend und es wird wenige Wochen nach der Wunderwaffe des gehebelten Rettungsschirms EFSF bereits über die nächste Maßnahme gesprochen. retten sie noch was zu retten ist und informieren sie sich über alternativen zum Infovideo
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Donnerstag 1. Dezember 2011 um 17:20
hallo