Griechenland droht der unkontrollierte Staatsbankrott
Erstellt von Ralf Ullrich am Mittwoch 8. Februar 2012
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Griechenland droht der unkontrollierte Staatsbankrott
Nicht nur wegen des Wetters sollten wir uns warm anziehen
Meine Analysen in Bezug auf den weiteren Verlauf des Trauerspiels um Griechenland erweisen sich leider als exakt zutreffend.
Griechenland ist schon verloren und die freien Märkte geben dem Land keine Chance mehr. Es kann sich auf dem Finanzmarkt nicht mehr finanzieren. Der extreme Anstieg der Zinsen, die Griechenland für seine Staatsanleihen zahlen muss, wird nirgends in den Mainstreammedien erwähnt.
Bereits die 50 % vom letzten August waren unglaublich, aber die aktuellen 500 % sind einfach unfassbar. Das ist kein Tippfehler, Sie haben richtig gelesen! Hier finden Sie es, aus offizieller Quelle .
Bitte klicken Sie die verschiedenen Laufzeiten an: Sogar Ein-Tages-Anleihen (1D) bewegen sich zwischen 500 % und 525 % Zinsen: Das heißt nichts anderes, als dass man Hellas, der Wiege europäischer Kultur, keinen Tag weit mehr traut.
Unkontrollierter Staatsbankrott?
Damit steht der letzte Akt im Drama unmittelbar bevor . Am 20. März müssen Staatsanleihen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro zurückgezahlt werden. Wovon? Es kann nur noch über Notkredite der EU oder aus Deutschland gehen.
Das 110-Milliarden Kreditpaket aus dem Mai 2010 ist bereits aufgebraucht. Diesen Frühling benötigt Athen gleich 130 Milliarden Euro, um überhaupt zu überleben.
Nach zwei Jahren Reglement durch die ?Troika?, geht es Griechenland schlechter als je zuvor. Jetzt sollen die Schrauben noch fester angezogen werden, und es ist schon klar, dass sich die Griechen verzweifelt wehren werden.
Der Deutsche Regierungsberater Clemens Fuest glaubt auch nicht mehr, dass ein Schuldenschnitt das Land retten kann: ? Nach seiner Einschätzung ist Griechenland bereits zahlungsunfähig ? . Auch die Ratingagentur Standard & Poor’s geht von einem ?nahen Staatsbankrott? aus.
Schwer abschätzbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
Welche Folgen auf Griechenland und den Rest der Welt zukommen, ist in seinem vollen Ausmaß nicht klar. Zu groß sind die internationalen Verflechtungen ? besonders im Finanzmarkt. Einige angeschlagene Banken Europas, aber auch Amerikas, würden das sicher nicht überstehen.
Französische und deutsche Großbanken sind mit Krediten in Griechenland stark involviert. Würden allein zwei oder drei davon in die Knie gehen, tobt ein Domino-Effekt wie eine Tsunamiwelle durch das Weltfinanzsystem.
Brechen die Banken zusammen, kollabiert das gesamte System. Niemand produziert und transportiert Waren und Güter, wenn er kein werthaltiges Geld dafür bekommt.
Die Tauschwirtschaft kann im regionalen Bereich wahrscheinlich schnell etabliert werden und funktionieren, nicht aber auf globaler Ebene. Länder, die sich auf den Export bestimmter Waren in die ganze Welt spezialisiert haben, und deren Absatzmarkt plötzlich wegbricht, werden in große Not geraten.
Auch hier, in Deutschland, werden wir innerhalb kurzer Zeit ein Problem haben, die lebensnotwendigen Dinge zu erhalten.
Die Uhr tickt, und sie tickt immer lauter. Es ist fünf vor zwölf. Höchste Zeit, Ihr persönliches Vorsorgeprogramm zu komplettieren. Informieren sie sich jetzt zum Thema Geld in Gold.
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