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		<title>Neuwahlen in Griechenland Euro vor dem Aus?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:56:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Neuwahlen in Griechenland – Euro vor dem aus ?</strong></span></h2>
<p>Neuwahlen sind so gut wie sicher. Es steht allerdings zu bef&#252;rchten, dass die extremen Parteien noch gest&#228;rkter aus dem Wahlkampf hervorgehen werden. Am Sonntag fanden erste Gespr&#228;che zwischen den drei gr&#246;&#223;ten Parteien und dem Pr&#228;sidenten Karolos Papoulias statt. Nach eineinhalb Stunden mussten auch diese unterbrochen werden. Es hei&#223;t, der Chef der konservativen Nea Demokratia, Antonis Samaras, und Alexis Tsapiras, Parteichef der radikalen Linken (SYRIZA) sollen sich angeschrien haben. In den anschlie&#223;enden Erkl&#228;rungen wurde von <a href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/14/greichenland-radikale-linke-beginnt-bereits-mit-dem-wahlkampf/">„heftigen Diskussionen“</a> gesprochen.</p>
<p><span id="more-5270"></span></p>
<p>Die SYRIZA rechnet sich bei Neuwahlen noch gr&#246;&#223;ere Stimmengewinne aus, und hat bereits mit den Vorbereitungen f&#252;r einen neuen Wahlkampf begonnen. Die Linke wettert gegen die aus Br&#252;ssel verordneten Sparma&#223;nahmen, die unzweifelhaft die Wirtschaft des Landes auf eine steile Talfahrt geschickt haben. Andererseits wollen die meisten Griechen Umfragen zufolge nicht aus dem Euro austreten, weil sie dann den finalen Zusammenbruch bef&#252;rchten. Tsipras rechnet sich aber aus, dass es sich die EU gar nicht leisten kann, Hellas vor die T&#252;r des Euro-Schlaraffenlandes zu setzen. Er sieht recht gute Chancen, dass Griechenland sich zwar dem Sparkurs verweigern, aber trotzdem weitere Geldgeschenke erwarten kann – aus lauter Angst vor den katastrophalen Folgen eines griechischen komplett-Staatsbankrotts.</p>
<p><strong>In Br&#252;ssel herrscht blanke Angst</strong></p>
<p>Und tats&#228;chlich: Die EU beginnt bereits einzulenken. In Br&#252;ssel herrscht die blanke Angst vor dem Kollaps. Nach dem Motto „besser nachgeben und weiter wurschteln als alles in die Luft zu jagen“, stellt man eine Lockerung der Sparauflagen in Aussicht,<a href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/13/angst-vor-euro-crash-eu-gibt-harten-sparkurs-fuer-griechenland-auf/"> falls eine EU-freundliche Regierung gebildet wird</a>.</p>
<p>Kein Wunder: Die gro&#223;en Weltbanken Goldman Sachs und JP Morgan schlagen Alarm f&#252;r den Fall eines Griechenland Austrittes. GS beziffert die Verluste f&#252;r die Eurozone bei einem Ausscheiden auf 280 Milliarden Euro,<a href="http://www.zerohedge.com/news/jpmorgan-estimates-immediate-losses-greek-exit-could-reach-400-billion"> JP Morgan l&#228;sst sich nicht lumpen und will einen sofortigen Schaden von 400 Milliarden berechnet haben</a>.</p>
<p>Zwar sollte man nicht vergessen, dass bei den Warnungen der Gro&#223;banken auch immer ein ger&#252;ttelt Ma&#223; an eigenem Interesse mitspielt, denn sie selbst m&#252;ssten bei einem Bankrott Griechenlands riesige Verluste abschreiben und haben deshalb nat&#252;rlich gr&#246;&#223;tes Interesse daran, das System am Laufen zu halten, woran sie so grandios verdienen – oder sich auch mal verzocken: (JP Morgan hat mindestens zwei Milliarden Dollar schlicht im globalen Casino verspielt.)</p>
<p>Andererseits k&#246;nnte das Beispiel Schule machen. Sollte es Griechenland  durch den Euroaustritt tats&#228;chlich besser gehen, und w&#252;rde man sehen, dass dennoch Hilfsgelder von Seiten der EU flie&#223;en m&#252;ssen, k&#246;nnte das andere Staaten dazu bewegen, ebenfalls kurz und trocken den Austritt zu erkl&#228;ren.</p>
<p>Wenn Griechenland den Euro verl&#228;sst, w&#228;re es auf der Stelle pleite, und dann platzt auch das Target 2-System. Unsere gute, alte Bundesbank w&#228;re n&#228;mlich dann auch &#252;ber Nacht bankrott. Damit ist auch das gesamte ideologische Konzept vom EU-Superstaat unter einer Br&#252;sseler Regierung innerhalb von zwei Tagen Geschichte.</p>
<p>In Gro&#223;britannien nennt man das Spiel mit den Wetten um den Austritt Griechenlands „Grexit“ (von greek exit). Die englischen Buchmacher k&#246;nnen sich vor Wetten auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro kaum noch retten und nehmen keine neuen Gebote mehr an. Die gro&#223;en Wettb&#252;ros ist es zu riskant, noch weitere Buchungen anzunehmen. Der Austritt sei das einzige, worauf die Leute noch Geld setzen, und so gut wie sicher, meint ein Sprecher des Wettb&#252;ros „William Hill“. <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/briten-wetten-auf-euro-austritt-hundert-pfund-auf-hellas-1.1356964">Die Gewinnquote wurde ebenfalls auf 25% gesenkt</a>, weil Griechenlands Austritt mittlerweile als ausgemachte Sache gilt.</p>
<p>Derweil sorgt die Unsicherheit um Hellas f&#252;r massive Fluchtbewegungen am Anleihemarkt. Die Investoren r&#228;umen ihr Geld aus den bedrohten Peripheriel&#228;ndern. Die Spanischen Staatsanleihen erklommen wieder einmal Zins-H&#246;chstst&#228;nde (6,3 %). Italienische, portugiesische, spanische und ganz besonders griechische Staatspapiere (26,07%) gerieten unter Druck. Die M&#228;rkte reagieren nerv&#246;s, der Euro sinkt.<a href="http://www.format.at/articles/1220/521/327887/euro-zone-am-anleihenmarkt-hoelle">  </a></p>
<p>Griechenlands Pr&#228;sident hat sich mit einer flehentlichen Warnung an die Parteif&#252;hrer gewandt: Wenn keine Regierung zustande kommt, steht das Land vor dem endg&#252;ltigen Bankrott. <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_7923515.html">Es hat nur noch Geld, um bis Ende Juni durchzuhalten.</a></p>
<p>Ich wette auch. Kurz bevor das bittere Ende kommt, wird die EU unter einem fadenscheinigen Grund einlenken, Gelder aussch&#252;tten und Zeit gewinnen. Das Milliardengeschenk wird einen sch&#246;nen, wohlklingenden Namen tragen, damit es nicht nach verlorenem Geld aussieht. Zahlen wird Deutschland, und die dem Untergang geweihten L&#228;nder werden wieder ein paar Monate weiter geschleift. Die Probleme werden nicht gel&#246;st, sondern mit Geld zu gesch&#252;ttet. Geld, das gedruckt, geborgt und den noch halbwegs gesunden L&#228;ndern aus der Tasche gezogen wird. Doch es wird nicht einmal ein weiteres Vierteljahr gutgehen.</p>
<p>Anfang des Jahres galt das griechische Problem noch als endg&#252;ltig gel&#246;st, der Jubel war gro&#223;, jetzt brennt es bereits wieder lichterloh, schlimmer als je zuvor.</p>
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		<title>Wahlen in Griechenland Eine Abfuhr f&#252;r Br&#252;ssel</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 14:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Wahlen am Wochenende: Eine Abfuhr f&#252;r Br&#252;ssel</span></h2>
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<p>&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: center;"><strong>Wohin bewegt sich Griechenland?</strong></h3>
<p>Die n&#228;chste Phase des Zerfalls Griechenlands hat mit den Parlamentswahlen an diesem Wochenende f&#252;r alle sichtbar begonnen. Die Regierung, die bisher die Br&#252;sseler Spardiktate zumindest teilweise durchsetzte, bekam ihre die Quittung durch das Volk.  Gewonnen haben ausschlie&#223;lich Parteien,<a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article106265520/Die-Griechen-stuerzen-Europa-in-die-naechste-Krise.html"> die ein Ende der Br&#252;sseler Spardiktate versprechen.</a> Die radikale Linke (SYRIZA) erhielten als zweitst&#228;rkste Kraft 52 Sitze und 16,8% der Stimmen, die rechtsorientierten „Unabh&#228;ngigen Griechen“ konnten 33 Sitze erobern, die Partei der „demokratischen Linke“ kommt auf 19 Abgeordnete, die rechtsextreme „Goldene Morgenr&#246;te“ auf 21 und die Kommunisten auf 26 Sitze im Parlament.</p>
<p><span id="more-5262"></span></p>
<p>Die beiden Parteien, die das Br&#252;sseler Spardiktat unterst&#252;tzen, die „Nea Dimokratia“ (ND) kann nur noch &#252;ber 18,9% und 108 Abgeordnete, und die Sozialisten (PASOK) &#252;ber 13,2% der abgegebenen Stimmen (2009 waren es noch 43%) und 33 Abgeordnete verf&#252;gen. Insgesamt gibt es 300 Sitze im Griechischen Parlament, die beiden gro&#223;en Regierungsparteien k&#246;nnen mit 148 Sitzen <a href="http://www.welt.de/newsticker/news3/article106267757/Keine-Mehrheit-fuer-proeuropaeische-Parteien-nach-Wahl-in-Griechenland.html">also auf keinen Fall mehr die Mehrheit der Abgeordneten stellen</a>, obwohl die st&#228;rkste Partei ND nach griechischem Wahlrecht schon 50 Bonus-Sitze zus&#228;tzlich erh&#228;lt.</p>
<p>Es wird sehr schwer, eine regierungsf&#228;hige Koalition zusammen zu stellen. Parteichef Kammenos von den Unabh&#228;ngigen Griechen meinte zu einer Koalitionsanfrage „<em>Nicht mal tot w&#252;rde ich mit der Nea Dimokratia zusammenarbeiten</em>“. <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/antonis-samaras-gibt-regierungsbildung-in-griechenland-auf-a-831875.html">Schon am Montagabend gab ND-Chef Antonis Samaras den Auftrag zur Regierungsbildung zur&#252;ck</a>.</p>
<p>Kaum beginnen die ersten Koalitionsverhandlungen, zeichnet sich auch schon ein Linksb&#252;ndnis ab, das alle Sparprogramme rundheraus ablehnt. Sollte eine tragf&#228;hige Regierungsbildung unter Alexis Tsipras (SYRIZA) auch von links nicht gelingen, <a href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/07/nach-linksrutsch-griechenland-drohen-die-naechsten-neuwahlen/">werden Neuwahlen anberaumt</a>. Der IWF hat daraufhin bereits wissen lassen, die n&#228;chste Tranche des Hilfsfonds erst dann zu zahlen, wenn neue Sparvorschl&#228;ge einer Regierung vorliegen. Danach sieht es allerdings zur Zeit &#252;berhaupt nicht aus, und so k&#246;nnte ein Euro-Austritt Griechenlands die unvermeidliche Folge sein. Die Auswirkungen eines solchen Schrittes auf andere, wacklige EU Staaten wie Portugal, Irland und Spanien w&#228;ren gravierend.</p>
<p>Die griechische B&#246;rse brach gleich am Montag zu Handelsbeginn um 8% ein. Der Leitindex der Athener B&#246;rse verzeichnete den st&#228;rksten Kursverlust seit Herbst 2011. Der Kurseinbruch ging zum Gr&#246;&#223;ten Teil auf Kosten der Banken. Die Aktien der National Bank of Greece, der Alpha- und der Pir&#228;us-Bank verloren im Schnitt 20 Prozent an Wert.</p>
<p><a href="http://www.format.at/articles/1219/521/327058/wahl-crash-boerse-athen">Nat&#252;rlich hat der Ausgang der Wahl auch Einfluss auf die Kurse an den anderen europ&#228;ischen B&#246;rsen</a>. Gegen&#252;ber Freitag sind sie um weitere 1,5 % gesunken. Die Effekte der Verunsicherung &#252;ber den zuk&#252;nftigen Kurs der EU waren ebenfalls an den asiatischen Aktienm&#228;rkten sp&#252;rbar.</p>
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		<title>Der Goldpreis wo geht er hin ?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Goldpreis – wie geht es weiter?</span></h2>
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<p>Der Blick aus etwas zeitlicher Entfernung sollte die Ma&#223;st&#228;be wieder etwas zurechtr&#252;cken. Von Schw&#228;che kann gar keine Rede sein: Das gelbe Metall schwebt auf einem 50-Jahreshoch. Um irgendwelchen M&#228;rchen von „Schweren Einbr&#252;chen beim Goldpreis“ gleich entgegenzutreten: Sehen Sie noch einmal auf diesen Chart zur Entwicklung des Goldpreises, und lehnen Sie sich erstmal entspannt zur&#252;ck:</p>
<p><span id="more-5247"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allerdings ist Gold bei diesem Werdegang in der Tat nicht mehr zum „Schn&#228;ppchenpreis“ zu haben. Wer jetzt Gold einkauft, um durch Ankauf und Verkauf gro&#223;e Gewinne einzufahren, muss schon viel Gl&#252;ck oder eine gute Kristallkugel haben. Billig ist das Edelmetall nicht mehr. Und es k&#246;nnte kurz- und mittelfristig auch durchaus noch Preisr&#252;ckg&#228;nge verkraften m&#252;ssen. Als beispielsweise zuletzt Ben Bernanke eine weitere Runde Gelddruckens (auch „Quantitative Easing“ genannt) vonseiten der Fed quasi ausgeschlossen hatte, fiel der Goldpreis merklich, weil viele Investoren ihr Engagement vertagten. Damit schien die Inflationsproblematik wieder ein St&#252;ckchen nach hinten geschoben zu sein, also wartete man lieber ab.</p>
<p>Hei&#223;t das also, man sollte kein Gold mehr kaufen, weil es zu teuer geworden ist? K&#246;nnte Gold sogar heftig fallen?</p>
<p>Nein, das hei&#223;t es &#252;berhaupt nicht. Der einzige Grund, der den Goldpreis ernsthaft talw&#228;rts schicken k&#246;nnte, w&#228;re eine bl&#252;hende Weltwirtschaft, ein starker Dollar, die Eurokrise gel&#246;st, blauer Himmel, Sicherheit, Frieden und Wohlstand, kurz: Friede, Freude, Eierkuchen. Dann braucht niemand Gold, au&#223;er als Schmuck und Luxusartikel.</p>
<p>Das ist, wie wir alle wissen, nicht der Fall und wird es auch in absehbarer Zeit nicht werden. Der Goldpreis spiegelt immer die Unsicherheit und Anf&#228;lligkeit des Weltfinanzsystems wieder. Wer physisches Gold in seinem Besitz hat, der hat ein Verm&#246;gen, das nicht wertlos werden kann. Egal, ob eine W&#228;hrung schw&#228;chelt, crasht, in der Inflation vergl&#252;ht oder einfach per W&#228;hrungsreform abgeschafft wird,</p>
<p>Vielleicht denken Sie jetzt: Die Zentralbanken haben doch Goldreserven, um damit unser Papiergeld zu decken. Das war einmal so, lieber Leser. Die Goldreserven sind heute nicht mehr dazu da, um die Unmassen an Papiergeld zu decken. Wir haben keine Golddeckung mehr. Das Papiergeld, mit dem Sie bezahlen, Ihre Altersvorsorge anlegen, Ihr Haus abbezahlen und Waren einkaufen ist mit nichts gedeckt au&#223;er dem Vertrauen, das Sie in diese W&#228;hrung haben. Und im selben Ma&#223;e, wie das Geld gedruckt wird, schwindet das Vertrauen. Insofern hat der vielgescholtene Fed-Chef Bernanke nicht v&#246;llig Unrecht, wenn er auf die Frage Ron Pauls, warum den Zentralbanken Gold halten antwortet: „aus Tradition“. Im Falle einer W&#228;hrungsreform kann Zentralbankgold allerdings wieder als Deckung f&#252;r das neue Zahlungsmittel eingesetzt werden, um Vertrauen bei den Menschen zu schaffen.</p>
<p>M&#252;ssten die in der EU umlaufenden Euros tats&#228;chlich mit dem vorhandenen Gold gedeckt werden, w&#252;rde sich aus der Goldmenge (die die europ&#228;ischen Zentralbanken verwahren) gegen Euro-Geldmenge gerechnet ein <a href="http://www.misesinfo.org/?p=1869">Goldpreis von 14.000 Euro pro Feinunze Gold</a> ergeben. Aber auch bei einer Teildeckung von nur 40% l&#228;ge der Goldpreis schon bei 6.000 Euro/Unze.</p>
<p><em>„Da&#223; der aktuelle Goldpreis weiter steigen k&#246;nnte, legt die W&#228;hrungsgeschichte nahe: Sie zeigt unmissverst&#228;ndlich, dass das ungedeckte Papiergeld nur ein vor&#252;bergehendes Ph&#228;nomen ist, dass es fr&#252;her oder sp&#228;ter wieder durch <strong>Gold, das ultimative Geld der Zivilisationen</strong>, ersetzt wird.“ </em>Sagt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH.</p>
<p>Die Regierungen und Zentralbanken dieser Welt segeln zur Zeit unbeirrbar auf einem Kurs, der die Volkswirtschaften und W&#228;hrungen unvermeidlich in einen Zusammenbruch zwingt. Gegenw&#228;rtig reicht schon ein Blick auf Spanien, um die Sorge um die Stabilit&#228;t der Eurozone zur Panik werden zu lassen. Schon bald r&#252;ckte die spanische Regierung von ihren tapfer vorgetragenen „Wir brauchen keine Hilfe“-Durchhalteparolen ab, und die blanke Angst brach durch. In den letzten Apriltagen schlug Au&#223;enminister Garcia-Margallo pl&#246;tzlich ganz andere T&#246;ne an: Im Radio gab er zu, dass das Land sich in einer sehr gef&#228;hrlichen Lage befinde. Er ging sogar so weit, die Situation Spaniens mit der sinkenden Titanic zu vergleichen. <a href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/04/28/spanische-regierung-%E2%80%9Elage-der-eu-ist-wie-auf-der-titanic/">Der „sichere Untergang k&#246;nne nur verhindert werden, wenn alle zur Rettung zusammenarbeiten“.</a> Spanien brauche dringend Hilfe von der EU zur Rettung seiner Banken.</p>
<p>Jeder wei&#223;, dass eine Rettung Spaniens nicht m&#246;glich ist. Dazu reicht auch der Superrettungsschirm ESM nicht aus – der im &#220;brigen noch nicht einmal aufgespannt ist, und <a href="http://www.goldseiten.de/artikel/135568--Spanien-reisst-den-Euro-in-den-Abgrund---Edelmetalle-werden-immer-wichtiger-.html">m&#246;glicherweise auch nicht wirklich zustande kommen k&#246;nnte</a>.</p>
<p>Dar&#252;berhinaus ist die EU auch schon lange nicht mehr ein einig Volk von Br&#252;dern. Selbst EU-Hardliner <a href="http://www.n-tv.de/politik/Schulz-meint-Ich-befuerchte-Ja-article6140511.html">Martin Schulz </a>sieht ein Auseinanderbrechen der EU in greifbare N&#228;he ger&#252;ckt. Er bef&#252;rchtet eine Aufspaltung in einen Nord- und S&#252;dteil.</p>
<p>Dies sind nur zwei Aspekte, die beleuchten, dass der Euro in seiner jetzigen Form sehr wahrscheinlich nicht mehr lange Bestand haben wird.</p>
<p>In anderen Worten gesagt, ist Gold vielleicht teuer im Vergleich zu vor zehn Jahren, als die Welt noch in Ordnung war. Der heutige Goldpreis ist hoch und wird weiter steigen – er spiegelt die Besorgnis wieder, die Probleme der weltweiten Schuldenkrise und Finanzkrise k&#246;nnten nicht mehr l&#246;sbar sein. Auch die <a href="http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/edelmetalle-anleger-koennen-auf-hoehere-goldpreise-hoffen-11714735.html">FAZ sieht noch in diesem Jahr einen Anstieg</a> auf 2.000 Dollar und verweist auf Staatsschulden und eine H&#246;here Inflation.</p>
<p>Die renommierte Finanzwebseite Bloomberg befragte einige Analysten. Daniel Brebner von der Deutschen Bank AG, Jochen Hitzfeld von UniCredit SpA, Bart Melek von TD Securities Inc., David Wilson von Citigroup Inc. und Jason Schenker von Prestige Economics LLC – rechnen im ersten Quartal 2012 mit einem Goldpreis von 1.680 Dollar, mit 1.800 Dollar im zweiten Quartal 2012 und mit 1900 im dritten Vierteljahr.</p>
<p>Doch im Lichte dessen, was auf uns zukommt, ist auch das noch spottbillig. Um bei dem Beispiel des spanischen Au&#223;enministers mit der Titanic zu bleiben: Bei Fahrtantritt h&#228;tte niemand dar&#252;ber nachgedacht, einen Platz in den Rettungsbooten zu kaufen. Wozu auch? Die Titanic galt als unsinkbar, das Leben war wundervoll und luxuri&#246;s, und dass man schnurstracks auf einen Eisberg zufuhr, das ignorierte man auch auf der Kommandobr&#252;cke lange. Zu lange. Als dann das stolze Schiff leckgeschlagen war, haben das nur wenige begriffen, und die ersten besorgten Passagiere begannen, sich um ihre Situation zu k&#252;mmern. In dieser Situation sind wir heute. Aber auch da gab es noch keinen Ansturm auf die Rettungsboote. Erst, als das Schiff zu sinken begann, verstanden die Passagiere, dass es zu Ende ging, und es setzte die Panik ein. An den Rettungsbooten wurden gerade von den wohlhabenden Passagieren Unsummen geboten, um noch einen Platz zu ergattern – meist vergeblich.</p>
<p>Im Grunde ist es unerheblich, welchen Preis in Euro oder Dollar irgendwelche H&#228;ndler aufrufen. Sie wollen ja nicht damit handeln und Gewinn in Euro machen. Nat&#252;rlich ist es ein beruhigendes Gef&#252;hl, den Goldpreis klettern zu sehen. Wenn Sie jedoch klug sind, behalten Sie Ihr Edelmetall auf jeden Fall und legen Sie stetig in Gold und Silber an, in Ihre pers&#246;nlichen Rettungsboote, um im Falle des sicher kommenden Zusammenbruchs ihr Verm&#246;gen zu retten und ein Zahlungsmittel zur Hand zu haben, das immer und in jedem Fall f&#252;r gute Waren genommen wird. Welche Euro-Zahl oder welcher Preis in wer-wei&#223;-was f&#252;r einer W&#228;hrung an einer Unze Gold steht, ist f&#252;r Sie nicht wirklich wichtig.</p>
<p>Wichtig ist, dass Sie die Fr&#252;chte Ihrer Arbeit, Ihr Verm&#246;gen und Ihre Altersabsicherung vor dem Papiergelduntergang in Sicherheit bringen. Ich m&#246;chte dazu beitragen, dass Sie gut und gesund durch die unausweichliche Krise kommen und auch danach wieder eine neue Existenz aufbauen oder Ihre Altersersparnisse genie&#223;en k&#246;nnen!</p>
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		<title>T-Shirt24</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 12:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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		<title>Das exponentielle Wachstum zwingt unser Geldsystem  in die Knie</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 16:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<p style="text-align: center;">________________________________________________________________________________________</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Das exponentielle Wachstum zwingt unser Geldsystem  in die Knie</span></h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Der mathematische Beweis  </span></h2>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">an einem Zusammenbruch des Geldsystems f&#252;hrt kein Weg vorbei</span></h2>
<p>Wenn ein Betrag um einen relativen Prozentsatz j&#228;hrlich zunimmt, verdoppelt er sich im Laufe der Jahre immer schneller richtig? Das nennt man exponentielles Wachstum. Die Geschwindigkeit der Verdoppelung kann man berechnen, indem man 72 Jahre durch den Zinssatz dividiert. Bei einem Zinssatz von 8 % verdoppelt sich ein Betrag also alle 9 Jahre (72 : 8 =  9), und bei nur 2 % alle 36 Jahre. Durch den Zinseszinseffekt wachsen auch Verm&#246;gen und Schulden exponentiell immer rascher in den Himmel. Das ist einfache Mathematik</p>
<p><span id="more-5221"></span></p>
<p>Das t&#252;ckische daran ist wie beispielsweise beim Krebs, dass es anf&#228;nglich recht langsam von statten geht, dann aber f&#246;rmlich explodiert. Beim Geld wird dies durch den eben erw&#228;hnten Zinseszinseffekt bewirkt. Das Problem ist, dass man sich dies kaum vorstellen kann. Ein Anschauungsbeispiel: Wasserlinsen ben&#246;tigten bei einer Vermehrung von 100 % pro Tag einen Monat, um einen halben Teich zu bedecken. Wie lange brauchen sie, um den restlichen Teich abzudecken? Man neigt gef&#252;hlsm&#228;&#223;ig zur Aussage „nochmals einen Monat“, aber in Wirklichkeit ist nur ein weiterer Tag erforderlich!</p>
<p>Somit kommen wir zum gr&#246;&#223;ten Problem, der ausufernden Staatsverschuldung: Diese erh&#246;ht sich systembedingt und kann beim besten Willen nicht aufgehalten werden. Sie steigt unaufhaltsam und die Neuverschuldung wird prim&#228;r daf&#252;r ben&#246;tigt, die Zinsen zu bezahlen. Mittlerweile ist der Schuldendienst bei den meisten Staaten der gr&#246;&#223;te Budgetposten! Dieses Geld fehlt nat&#252;rlich f&#252;r Investitionen, Bildung, Infrastruktur etc.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Warum brauchen wir ein zwanghaftes Wirtschaftswachstum? </strong></span></h2>
<p>Viel schlimmer ist aber eine andere Tatsache: Wenn die Wirtschaft langsamer als der Kapitalertrag w&#228;chst, sinkt der Wohlstand der Bev&#246;lkerung, weil immer mehr Geld in die reichen H&#228;nde flie&#223;t und der Produktivit&#228;t entzogen wird. Daher besteht ein Wachstumszwang, der dieses Problem aber niemals l&#246;sen kann, da in einem begrenzten Lebensraum weder die Ressourcen noch die Kapazit&#228;ten zur Verf&#252;gung stehen. Ein Wirtschaftswachstum von j&#228;hrlich 2 % w&#252;rde ja nach 36 Jahren (denken Sie an die obige Formel) bedeuten, dass von allem doppelt so viel wie heute vorhanden sein m&#252;sste: doppelt so viele Autos, doppelt so viele Stra&#223;en, H&#228;user, Schulen, Kl&#228;ranlagen, Fabriken usw. Jeder m&#252;&#223;te doppelt so viele Schuhe, Hosen, Lebensmittel, Getr&#228;nke usw. kaufen – Sie sehen, dies ist v&#246;llig unrealistisch. Aber genau dorthin werden wir getrieben.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">wie sich die Wirtschaft entwickelt:</span></h2>
<p>Zun&#228;chst l&#228;uft alles gut, es beginnt mit einem kr&#228;ftigen Wachstum, genannt „Wirtschaftswunder“. Das ist in der Phase, in der das wirtschaftliche Wachstum gr&#246;&#223;er als das des Kapitals ist. Dann steigt jedoch im Laufe der Zeit die Kapitalverzinsung immer st&#228;rker an und die Arbeitsertr&#228;ge sinken zwangsl&#228;ufig. Irgendwann beansprucht das Kapital die gesamte Wirtschaftsleistung und der Arbeiter m&#252;sste bezahlen, um arbeiten zu gehen. Die arbeitendende Bev&#246;lkerung und der Mittelstand werden auf diese Art ausgehungert. Der Punkt, an dem die arbeitende Bev&#246;lkerung im Grunde nichts mehr verdienen wird ist in &#214;sterreich bereits um die Jahre 2015/2016 erreicht. (F&#252;r Deutschland gibt er leider keine Zahlen). Dann haben wir laut dieser Vorhersage dort griechische Verh&#228;ltnisse und das System bricht zusammen.</p>
<p>Diesem Schicksal unterliegen alle Staaten in dem heutigen Geldsystem.. Deshalb kann ich Ihnen nur raten sich dar&#252;ber mal ausf&#252;hrlich zu informieren und Vorsorge zu treffen einen weg zu Absicherung ihres schwer verdienten Geldes zeige ich Ihnen hier auf diesen Blog.</p>
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		<title>Euro-Rettungsschirm wird vergr&#246;&#223;ert</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 16:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sind die Golddiplomaten  +  zum Infovideo + unsere Goldkarten +  zur Startseite  +  Gratis Ebook Geld und Geldpolitik ________________________________________________________________________________________ Euro-Rettungsschirm wird vergr&#246;&#223;ert &#160; Vor rund einem Jahr beschloss die Eurogruppe den st&#228;ndigen Stabilit&#228;tsmechanismus ESM mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro einzurichten. Dieser sollte den vorl&#228;ufigen Rettungsschirm EFSF abl&#246;sen. Bereits direkt nach dieser Entscheidung [...]]]></description>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Euro-Rettungsschirm wird vergr&#246;&#223;ert</strong></span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor rund einem Jahr beschloss die Eurogruppe den st&#228;ndigen Stabilit&#228;tsmechanismus ESM mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro einzurichten. Dieser sollte den vorl&#228;ufigen</p>
<p>Rettungsschirm EFSF abl&#246;sen. Bereits direkt nach dieser Entscheidung regte sich Kritik, da die Summe zu klein sei, falls gro&#223;en L&#228;ndern wie Spanien oder Italien geholfen werden</p>
<p>m&#252;sse. Eine Aufstockung der Mittel scheiterte bisher am Widerstand Deutschlands, sowie einiger kleinerer L&#228;nder wie &#214;sterreich und Finnland.</p>
<p>Die Forderungen nach einer Aufstockung der Mittel wurden in der Folge immer lauter. Nicht nur Euro-L&#228;nder wollten eine gr&#246;&#223;ere „Brandmauer“. Auch international sprachen sich der</p>
<p>IWF, der OECD, die USA und viele andere L&#228;nder und Organisationen f&#252;r eine Aufstockung aus. Letztendlich kippte der deutsche Widerstand erst jetzt, nachdem nun auch das sich im</p>
<p>Wahlkampf befindliche Frankreich eine Aufstockung auf eine Billion Euro verlangte. Finanzminister Francois Baroin verglich den Schutzschirm mit der Abschreckung einer</p>
<p>Atombombe. „Er wurde geschaffen, um nie eingesetzt zu werden – das nennt man Abschreckung“, sagte er in einem TV-Interview. Umso h&#246;her die Brandmauer sei, desto</p>
<p>geringer w&#228;re das Risiko einer Spekulanten-Attacke auf schwache L&#228;nder.</p>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong><span style="color: #ff0000;"><strong>Aufstockung um 200 Milliarden Euro</strong></span></p>
<p> Auf dem Treffen der Euro-Finanzminister in Kopenhagen erkl&#228;rte sich Deutschland am Freitag zu einer Aufstockung um 200 Milliarden bereit. Der Rettungsschirm wird zwar</p>
<p>weiterhin ein Volumen von 500 Milliarden haben. Allerdings sollen schon f&#252;r Griechenland, Portugal und Italien ausgegebene oder verplante Gelder in H&#246;he von rund 200 Milliarden</p>
<p>Euro, welche urspr&#252;nglich eingerechnet werden sollten, nun doch nicht in dieser Summe enthalten sein. Somit steht der gesamte Betrag bei Bedarf auch tats&#228;chlich zur Verf&#252;gung.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Wie macht man aus 500 Milliarden eine Billion?</strong></span></p>
<p> Die Mittel sind also effektiv um 200 Milliarden Euro erweitert worden. Von der geforderten Billion ist man damit aber noch weit entfernt. Nun zeigten Europas Finanzminister viel</p>
<p>Kreativit&#228;t um doch noch auf diese Summe zu kommen. Zun&#228;chst rechnet man die schon ausgegebenen 200 Milliarden doch wieder in den ESM mit rein, bleibt aber bei der Summe</p>
<p>von 500 Milliarden an frischen Geldern. Das Gesamtvolumen betr&#228;gt nun also schon 700 Milliarden Euro. Zus&#228;tzlich gibt es noch einen f&#252;r Griechenland verplanten separaten Topf</p>
<p>der EU-Kommission von 49 Milliarden und 53 Milliarden, welche Griechenland schon vor Einrichtung des EFSF bilateral erhalten hatte. Man rechne also diese Summe ebenfalls daz</p>
<p>und ist schon bei &#252;ber 800 Milliarden. Um auf die Billion zu kommen, wird dann noch das Volumen in Dollar umgerechnet. Schon ist man bei einem Rettungsschirm EFSF von &#252;ber einer Billion</p>
<p>Dollar. Diese Summe wurde dann auch in der Abschlusserkl&#228;rung genannt. Was man mit diesem „Sch&#246;nrechnen“ bezweckt, bleibt fraglich. Die Finanzm&#228;rkte werden sich</p>
<p>kaum t&#228;uschen lassen und wissen, dass effektiv nur 200 Milliarden mehr zur Verf&#252;gung stehen. Allerdings ist auch dieses Ergebnis ein Kompromiss, welcher zeigt dass man „am</p>
<p>Ball“ bleibt und welcher somit auch weiteres Vertrauen schaffen wird.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Schnellere Einzahlung der Mittel</strong></span></p>
<p><strong> </strong>Anstatt den ESM in f&#252;nf j&#228;hrlichen Raten zu f&#252;llen, soll nun das gesamte Kapital schon bis Ende 2014 zur Verf&#252;gung stehen. Um schon vorher mit gen&#252;gend Kapital gegen eine neue</p>
<p>Krise ger&#252;stet zu sein, bleibt au&#223;erdem der vorl&#228;ufige Rettungsschirm EFSF parallel bis Ende 2014 bestehen. Dort sind noch Mittel von rund 240 Milliarden Euro vorhanden. Diese sollen</p>
<p>aber nur notfalls benutzt werden, falls die schon eingezahlten ESM-Mittel nicht ausreichen.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Welche Summe w&#228;re die Richtige?</strong></span></p>
<p> Unabh&#228;ngig von den Beschl&#252;ssen bleibt ohnehin die Frage, welche Summe die Finanzm&#228;rkte tats&#228;chlich beruhigen w&#252;rden. Warum w&#252;rden 1 Billion helfen, w&#228;hrend 500 Milliarden zu</p>
<p>wenig sind? Der Generalsekret&#228;r der OECD José Ángel Gurría sagte dazu: „Wenn die M&#228;rkte 50 erwarten oder 70 verlangen, gib ihnen 100“. Diese Ansicht darf aber getrost bezweifelt</p>
<p>werden. F&#252;r Griechenland, Portugal oder Irland reichte schon die fr&#252;here Summe problemlos. Auch f&#252;r den Fall, dass dort weitere Hilfsprogramme n&#246;tig werden sollten. W&#252;rde aber eines</p>
<p>der gro&#223;en L&#228;nder wie Spanien oder Italien fallen, w&#252;rden auch 1 Billion kaum die Sorgen der Investoren verringern. &#220;berall in Europa wird drastisch gespart. Nachdem die Politik der</p>
<p>Krise lange Zeit hinterhergelaufen war, kommen inzwischen endlich klare und hilfreiche Programme. Das schafft Vertrauen und hat in Verbindung mit den Hilfen der EZB zu einer</p>
<p>deutlichen Entspannung der Situation beigetragen. Alles wird aber letztendlich davon abh&#228;ngen, ob es die Krisen-L&#228;nder trotz der zahlreichen Sparma&#223;nahmen schaffen, die</p>
<p>Wirtschaft wieder anzukurbeln. Daf&#252;r ist ein schwieriger Spagat n&#246;tig, da zu gro&#223;es Sparen wiederum negativ f&#252;r die Konjunktur ist. In der EU wird deswegen auch bereits &#252;ber</p>
<p>Wirtschaftsprogramme gesprochen. Doch ist dies insgesamt ein Thema, &#252;ber welches man noch viel zu wenig h&#246;rt.</p>
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		<title>Eurorettung bringt Deutschland den Staatsbankrott</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 12:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Eurorettung bringt Deutschland den Staatsbankrott</span></h2>
</header>
<p>&nbsp;</p>
<p>F&#252;r Deutschland ist der Euro zu weich und f&#252;r die schwachen Eurostaaten ist er zu hart. Diese k&#246;nnen aber die Spannung nicht durch W&#228;hrungsabwertungen abfedern. Daher k&#246;nnen sie ihre – vergleichsweise teuren – Produkte kaum ins Ausland verkaufen, w&#228;hrend Deutschland mit seinen viel zu niedrigen Lohnst&#252;ckkosten „&#252;berkonkurrenzf&#228;hig“ ist. Diese Tatsache wird Deutschland st&#228;ndig als geradezu unfair vorgeworfen, und daran gleich die Forderung  gekn&#252;pft, das wieder gut zu machen, indem es die anderen L&#228;nder alimentiert. Ich m&#246;chte hier nur ganz kurz dazu einmal anmerken, dass diese St&#228;rke Deutschlands der Grund ist, warum der Euro weltweit &#252;berhaupt als stabile, global g&#252;ltige W&#228;hrung akzeptiert wurde und immer noch wird. Eine EU ohne Deutschland k&#246;nnte zwar untereinander die W&#228;hrung Euro benutzen, au&#223;erhalb dieses W&#228;hrungsraums w&#228;re der Euro dann aber nur eine Schwachw&#228;hrung wie vorher die Drachme, die Pesetas und die Lira. Gr&#246;&#223;ere Gesch&#228;fte am Weltmarkt m&#252;ssten dann, wie woanders auch, in der Weltw&#228;hrung Dollar abgewickelt werden.</p>
<p>Deutschland hat die schwachen Eurol&#228;nder alimentiert, Hilfspakete finanziert und f&#252;r hunderte Milliarden geb&#252;rgt. Wie ich bereits beschrieben habe, benutzten die EU-Peripheriel&#228;nder die Verrechnungsmethode zwischen den EU-Notenbanken (Target2) als eine Art Kontokorrent, auf dem sie dieses Jahr wahrscheinlich mehr als siebenhundert Milliarden an „&#220;berziehung“ bei der Deutsche Bundesbank ansammeln. Im Gegenzug hat die Deutsche Bundesbank nur ein Guthaben bei der EZB, das sich im Falle „X“ als wertlos herausstellen wird.</p>
<p>Die <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-wahre-schuldenlast-deutschlands-grosse-luege/4654530.html">Schuldenlast Deutschlands ist bereits auf mehr als 2 Billionen Euro</a> angewachsen.</p>
<p>Ehrlicherweise m&#252;sste man noch die gewaltigen Verpflichtungen aus den Sozial- und Rentenkassen hinzurechnen, die diesen Betrag dann auf gesch&#228;tzte f&#252;nf Billionen Euro anschwellen lassen. Addiert man nun die ganzen B&#252;rgschaften dazu, die im Falle eines Euro-Zusammenbruchs oder eines Staatsbankrotts irgendeines EU-Landes f&#228;llig werden und dazu die mehr als eine halbe Billion an Anspr&#252;chen der Bundesbank gegen die EZB (die in so einem Falle nicht mehr zahlungsf&#228;hig ist), kann einem nur noch schwarz vor Augen werden.</p>
<p>Aber auch, wenn wir „nur“ die zwei Billionen echte Kernschulden der Bundesrepublik Deutschland betrachten, ergeben die, im Verh&#228;ltnis zum Bruttoinlandsprodukt (der Summe aller erzeugten Waren und Dienstleistungen) eine Staatsverschuldungsrate von 83,2 Prozent. Das ist eine H&#246;he, die nach den Gesetzen der &#214;konomie schon in den Bereich der drohenden Staatspleite geh&#246;rt. Im November dr&#252;ckte der Noch-Euro-Gruppenchef <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-11/juncker-staatsschulden-deutschland">Jean-Claude Juncker seine Besorgnis</a> &#252;ber den Stand der deutschen Staatsschulden aus und sagte, die Bundesrepublik habe h&#246;here Schulden als Spanien, „nur will das hier keiner wissen“.</p>
<p>Nun haben wir mit dem neuen EFSF eine neue Methode, Deutschland noch weiter, und umfassender zur Ader zu lassen als bisher. Bis zu einer Billion soll der europ&#228;ische Hilfsfonds zur Verf&#252;gung haben. Woher soll das Geld kommen? Bis auf Frankreich, Holland und Luxemburg gibt es nur Deutschland, das zahlen kann und muss. Holland und Luxemburg sind viel zu kleine Volkswirtschaften und die Zahlungsf&#228;higkeit Frankreichs wird durch deren eigene Probleme reduziert.</p>
<p>Zus&#228;tzlich sollen auch noch Banken aus diesem Fonds gerettet werden k&#246;nnen. Angesichts der verzweifelten Lage, in der sich die meisten Banken im Euroraum (und dem Rest der Welt) befinden, kann man selbst &#252;ber die Eine-Billion-Feuerkraft des EFSF nur lachen. Die rund 7.500 Banken im Euroraum m&#252;ssen bis 2014 &#252;ber f&#252;nf Billionen Euro auftreiben. Nach Berechnungen von Fachleuten werden bis dahin 2.500 Institute bankrottgehen. Jeder Bankenzusammenbruch wird andere nach sich ziehen, und so den Vorgang beschleunigen.</p>
<p>In dem Ma&#223;e, wie Deutschland in der EU immer mehr zur Kasse gebeten wird, fehlt auch das Geld im Inneren. Autobahnen, Stra&#223;en, Schulen, &#246;ffentliche Einrichtungen sind in schlechtem Zustand. In Universit&#228;ten br&#246;ckelt der Putz von den W&#228;nden und Forschung und Lehre k&#246;cheln auf Sparflamme. Sportst&#228;tten verfallen. Der Rotstift hinterl&#228;sst &#252;berall in Deutschland eine breite Spur. Die Regierung spart im Inneren am N&#246;tigsten und auch dringende Investitionen in H&#246;hen von ein paar hunderttausend Euro k&#246;nnen nicht gemacht werden, nach au&#223;en aber sind Milliarden &#252;berhaupt kein Thema.</p>
<p>Es wird nicht mehr lange dauern, und der Staat kann die Sozialausgaben nicht mehr bezahlen. Die Kommunen, die davon auch einen Teil schultern m&#252;ssen sind bereits &#252;berschuldet, zum Teil de facto schon richtig insolvent. Die Rentenkassen sind so gut wie leer und werden zurzeit vom Bund massiv mitfinanziert. Sehr bald wird die Regierung vor der Wahl stehen, entweder mit der Notenpresse den Haushalt zu finanzieren oder &#252;berall die Steuern und Abgaben in nach oben zu schrauben und selbst die kleinsten Ordnungswidrigkeiten mit hohen Bu&#223;geldern zu belegen, um die &#246;ffentlichen Kassen zu f&#252;llen.</p>
<p>In beiden F&#228;llen werden wir enteignet. Im ersteren Fall leise, still und heimlich, Tag f&#252;r Tag, bis wir merken, dass unsere Ersparnisse nichts mehr wert sind. Im zweiten Fall offen und brutal im Stile des Raub&#252;berfalls. Um eine Enteignung auf irgendeine Weise werden wir nicht umhin kommen.</p>
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		<title>Ist die Finanzkrise nun wirklich vorbei?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 16:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h1 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Ist die Finanzkrise nun wirklich vorbei?</span></h1>
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<p>Fast schon symbolisch: Am 13. Januar 2012 titelte die „BILD“ „Euro-Krise &#252;berstanden? – Investoren hoffen auf ein gutes Ende“ und zeigte an dieser Stelle einen Videoclip, der optimistische Ausblicke auf eine L&#246;sung der Eurozonenprobleme verbreitete. Diese Hoffnungen verschwinden genauso, wie das Video. Heute steht dort: <a href="http://www.bild.de/video/clip/euro-krise/investoren-hoffen-auf-gutes-ende-der-euro-krise-agvideo-22054754.bild.html">„Das Video ist nicht mehr verf&#252;gbar“</a>.</p>
<p><span id="more-5198"></span></p>
<p>„Entspannung in Europa: Italien und Spanien k&#246;nnen sich wieder zu akzeptablen Zinsen Geld leihen, Krisenbanken vom Mittelmeer bis zum Nordmeer stabilisieren sich, selbst die skeptischen Investoren von der Wall Street kehren nach Europa zur&#252;ck. Und die Griechen wackeln zwar und lie&#223;en zu Beginn der Woche die B&#246;rsen erzittern, aber sie fallen nicht. Der Fr&#252;hling, er kann kommen.“ <a href="http://www.zeit.de/2012/11/01-Finanzkrise">jubelte am 9. M&#228;rz die Zeit</a>.</p>
<p>Anfang des Jahres 2010 hatten wir schon einmal das gro&#223;e Aufatmen, die Weltwirtschaft schien sich zu erholen, die Zukunft sah wieder besser aus. Ein knappes Vierteljahr w&#228;hrte der Optimismus, ab dann zitterte Europa und die Welt vor dem griechischen Staatsbankrott. Der ist jetzt irgendwie doch und irgendwie nicht eingetreten, aber zur Zeit herrscht ein wenig Ruhe nach dem Tornado. Die Erleichterung, dass das Weltfinanzsystem nicht kollabiert ist, ist allen Bankern und Politikern noch ins Gesicht geschrieben. Ein typisches Ph&#228;nomen das auftritt, wenn man einer Katastrophe gerade noch um Haaresbreite entkommen ist: Eine starke Erleichterung erzeugt Euphorie, die aber nichts mit einer zutreffenden Beurteilung der Lage zu tun hat.</p>
<p>Tats&#228;chlich ist das Problem Griechenland &#252;berhaupt nicht gel&#246;st. Das n&#228;chste Rettungspaket von 130 Milliarden Euro wurde abgesegnet und der Schuldenschnitt brachte kurzfristig Erleichterung. Mehr aber auch nicht. Am 15. Februar legte die Troika den Finanzministern ein streng vertrauliches Papier vor, das die Vergeblichkeit jeder Bem&#252;hung um Griechenland schonungslos klarmacht. Im allerbesten Fall k&#246;nne man, wenn alles optimal funktioniert, die griechischen Staatsschulden bis 2020 auf 129% des BIPs (Bruttoinlandsproduktes) senken, <a href="http://www.querschuesse.de/griechenland-gerettet-wahnsinn-ohne-ende/">im weniger idealen Fall w&#252;rden die Schulden Athens bis 2015 auf 178% des BIPs steigen</a>. Nach allen Erfahrungen wird das optimistische Szenario nicht stattfinden. Die Rettung ist jetzt schon als gescheitert und grunds&#228;tzlich unm&#246;glich anzusehen.</p>
<p>Am vergangenen Sonntag wurde ein Geheimbericht der Troika zu Portugal an die &#214;ffentlichkeit gebracht. Obwohl Portugal fast alle Vorgaben tapfer eingehalten hat, indem es privatisiert hat, was ging, den Sozialstaat und das Krankenwesen umgebaut hat, geht es immer weiter abw&#228;rts, weil dadurch die Wirtschaft abgew&#252;rgt wird. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter an, die Wirtschaft versinkt immer tiefer in die Rezession, von Wachstum keine Spur.</p>
<p>Die portugiesische Regierung hat aufgrund der sinkenden Steuereinnahmen keinen Spielraum mehr und macht es unm&#246;glich, den Haushalt im Sinne der Vorgaben der Troika zu sanieren. Deshalb werden weitere Einsparungen n&#246;tig, die aber die Wirtschaft weiter in die Rezession jagen, statt Wachstum zu erzeugen. Genau das ist die Abw&#228;rtsspirale, aus der es kein Entrinnen gibt. Dazu kommt, dass die Investoren das ebenfalls wissen und portugiesische Staatsanleihen meiden. Ich berichtete Ihnen bereits von der desastr&#246;sen Einsch&#228;tzung des Chefs des gro&#223;en Investmenthauses Pimco.</p>
<p>Der italienische Ministerpr&#228;sident Monti bef&#252;rchtet, dass die europ&#228;ische Schuldenkrise durch Spaniens marode Staatsfinanzen eskalieren k&#246;nnten. Spanien musste im Februar eingestehen, die Defizitmesslatte wieder gerissen zu haben. Seitdem werden spanische Staatsanleihen wieder massenhaft verkauft und die Zinsen, die Spanien f&#252;r seine Bonds bieten muss, steigen wieder schnell nach oben.</p>
<p>Wie wird die weitere Entwicklung m&#246;glicherweise verlaufen? Ein Blick in die Geschichte kann hier weiterhelfen.</p>
<p>Die gro&#223;e Hyperinflation von 1923 war die Folge einer ausufernden Staatsverschuldung. Der Erste Weltkrieg hatte enorme Geldressourcen verschlungen. Die Materialschlachten des Krieges zwischen 1914 und 1918 vernichteten unz&#228;hlige Menschenleben, aber auch Unmengen an Material und Geld. Geld, was buchst&#228;blich in den Wind geschossen wurde, und dessen Rauch als Schulden bei den Staaten &#252;brigblieb. Denn auch die anderen Staaten hatten sich f&#252;r ihre Kriegsf&#252;hrung in Schulden gest&#252;rzt, die sie danach dem Verlierer Deutschland aufb&#252;rdeten. Die Vertr&#228;ge von Versailles schrieben Schadenersatzforderungen in unglaublicher H&#246;he und f&#252;r viele Jahrzehnte fest.</p>
<p>Europa und damit auch Deutschland steht gegenw&#228;rtig vor einer &#228;hnlichen Situation. Die Staaten sind bis &#252;ber die Halskrause verschuldet. Dar&#252;ber hinaus stehen B&#252;rgschaften und verdeckte Kredite in H&#246;he von hunderten Milliarden im Raum. Ein Wirtschaftswachstum, das den Menschen gute Einkommen und bl&#252;henden Konsum erm&#246;glicht, ist heute in den schrumpfenden Volkswirtschaften der EU genauso wenig m&#246;glich wie damals im zerst&#246;rten Deutschland.</p>
<p>Das Deutsche Reich hatte trotz aller Versuche keine andere Alternative, sich aus dieser Schuldenfalle zu befreien, als die Notenpresse anzuwerfen. F&#252;nf Jahre nach der Kapitulation platzte die Schuldenblase. Die Hyperinflation brach aus, als die Regierung der Weimarer Republik f&#228;llige Reparationszahlungen an Frankreich nicht auszahlen konnte und Frankreich daraufhin das das Ruhrgebiet besetzte. Die deutsche Regierung druckte daraufhin Unmengen an Geld, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.</p>
<p>Genau das tut die Weltwirtschaft heute auch. In den USA genauso wie hier in Europa. Wir befinden uns &#252;brigens auch im f&#252;nften Jahr der Eurokrise, und die Schulden steigen immer schneller an. Heute wird nur nicht mehr physisch Papier gedruckt, sondern es werden mit per Knopfdruck erzeugten Summen von der EZB Staatsanleihen der schwachen EU-L&#228;nder aufgekauft und Guthaben f&#252;r Nationale Notenbanken geschaffen, die mit so gut wie nichts hinterlegt sind.</p>
<p>Gerade gestern hat FED-Chef Bernanke eine Rede gehalten, die stark vermuten l&#228;sst, dass die FED die n&#228;chste Runde des „Quantitative Easing“ (zu deutsch: des Gelddruckens) einl&#228;utet. <a href="http://www.mmnews.de/index.php/gold/9788-bernanke-doch-qe3">Bernanke zeichnete ein d&#252;steres Bild</a> was die Arbeitslosenzahlen und die wirtschaftliche Entwicklung betrifft und sagte „Die anhaltende Schw&#228;che der Gesamtnachfrage ist wahrscheinlich der entscheidende Faktor. Konsequenterweise wird die lockere Geldpolitik der Federal Reserve mit der Unterst&#252;tzung bei Nachfrage und Erholung behilflich sein und mit der Zeit helfen, auch die langfristige Arbeitslosigkeit zu reduzieren”.</p>
<p>Die Edelmetallkurse machten daraufhin sofort einen Sprung nach oben.</p>
<p>Nach der &#252;berstandenen Hyperinflation 1923 setzten auch die ber&#252;hmten „goldenen zwanziger Jahre“ ein, eine Bl&#252;tezeit in Europa und Amerika, die haupts&#228;chlich durch hohe Kredite finanziert wurde. Genau, wie der schuldenfinanzierte Aufschwung der Eurozone in den ersten acht Jahren der W&#228;hrungsunion, in denen auch wirtschaftlich schwache L&#228;nder zu g&#252;nstigen Konditionen riesige Kredite erhalten konnten, kam es damals zu einer Scheinbl&#252;te. Man schaute optimistisch in die Zukunft, die harte Zeit war offenbar endg&#252;ltig vorbei. Dem war leider nicht so. Nat&#252;rlich mussten die angesammelten Schulden dieser Jahre irgendwann wieder ausgeglichen werden. Nur sechs Jahre sp&#228;ter war es soweit.</p>
<p>Die „goldenen Zwanziger“ wurden schlagartig am „schwarzen Donnerstag“ am 24. Oktober 1929 in der Wallstreet in New York beendet. In Europa geschah der B&#246;rsencrash einen Tag sp&#228;ter, am „schwarzen Freitag“. Die Weltwirtschaftskrise war da. Nach einem wochenlangen R&#252;ckgang des jahrelang ansteigenden Dow-Jones-Index an den B&#246;rsen entschieden sich viele Anleger, lieber ihre Aktien zu verkaufen, bevor sie weiter an Wert verloren, und traten damit eine Panik los. Innerhalb von Stunden wurden riesige Mengen an Aktien und Anteilsscheinen auf den Markt geworfen, die Kurse fielen ins Bodenlose, viele Anleger und Firmen waren nach B&#246;rsenschluss hochverschuldet und ruiniert. Viele Kredite konnten nicht mehr bedient werden. Dem schwarzen Donnerstag folgte der schwarze Dienstag und die gro&#223;e Depression, die erst 1932 ihren Tiefpunkt erreichte.</p>
<p>Auch heute ist die Situation &#228;u&#223;erst instabil. Es gibt viele Problemf&#228;lle, die als Gefahr erkennbar sind und das ganze System &#252;ber Nacht abst&#252;rzen lassen k&#246;nnten. Wahrscheinlich wird es aber gerade ein Ereignis sein, das man gar nicht hat kommen sehen, und das gerade deshalb innerhalb eines Tages das schwer angeschlagene System in die Tiefe rei&#223;en kann. Die Krise ist nicht vorbei. Sie ist mit dem EFSF und den Target2-Salden in eine neue Phase getreten.</p>
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		<title>Beinahe Finanzkollaps im Herbst 2011 – jetzt best&#228;tigt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 14:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h1>Beinahe-Kollaps im Herbst 2011 – jetzt best&#228;tigt</h1>
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<p>Erinnern Sie sich? Die Ger&#252;chte, dass eine franz&#246;sische Gro&#223;bank kurz vor dem Bankrott steht, verdichteten sich zwischen Sp&#228;tsommer und November. Ich habe davon berichtet und  vor der gef&#228;hrlichen Kombination des Einfrierens des Interbankenmarktes, des Misstrauens der Banken untereinander, der Unterkapitalisierung der Geldh&#228;user, der Kapitalflucht ausl&#228;ndischer Investoren und der hochschie&#223;enden Zinsen auf die Staatsanleihen der EU-S&#252;dl&#228;nder gewarnt. Alles deutliche Vorboten eines kurz bevorstehenden Systemkollapses.</p>
<p><span id="more-5190"></span></p>
<p>Wie immer wurde das in den Medien nicht thematisiert. Die Politik kommunizierte – wenn &#252;berhaupt etwas – nur beruhigende Floskeln, Durchhalteparolen und bagatellisierte die blinkenden Alarmsignale. Der deutsche Michel schlief.</p>
<p>Nun hat die Bank f&#252;r internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ihren Quartalsabschluss f&#252;r das letzte Vierteljahr 2011 vorgelegt. Dabei wird eines deutlich. Dieses letzte Quartal lief ganz sicher nicht unter „Das &#220;bliche“.</p>
<p>Die BIZ, auch „Zentralbank der Zentralbanken“ genannt, hat die Vorkommnisse des Herbst 2011 zumindest nicht unter den Tisch gekehrt, sondern <a href="http://www.bis.org/publ/qtrpdf/r_qt1203.htm">in einer Studie aufbereitet.</a> Wer sich damit besch&#228;ftigt, findet hier sorgf&#228;ltig gew&#228;hlte, aber deutliche Worte und unmissverst&#228;ndliche Zahlen.</p>
<p>Hier k&#246;nnen Sie aus erster Hand die Informationen nachlesen. Sogar die <a href="http://www.bis.org/press/p120312.htm">Presseerkl&#228;rung</a> ist brisant. Trotz der vorsichtig-zur&#252;ckhaltenden Sprache, wird das drohende Desaster hinter den bewusst unaufgeregten Formulierungen deutlich. Mit den „Speziellen Ma&#223;nahmen der Zentralbanken“ sind nat&#252;rlich die oben erw&#228;hnten riesigen Summen gemeint, die damals in einer weltweiten, konzertierten Notoperation in das europ&#228;ische Bankenwesen injiziert wurden. Gleich im ersten Absatz steht hier:</p>
<p><em>(Originaltext) „Following special policy measures introduced by central banks around the beginning of December, European banks’ funding conditions improved. Previously, many banks had been unable to raise funds in the unsecured senior bond market, and the cost of unsecured money market funding had risen to levels previously exceeded only during the 2008 crisis. Dollar funding had become especially expensive.“</em></p>
<p><em>(&#220;bersetzung) „Anfang Dezember f&#252;hrten spezielle Ma&#223;nahmen der Zentralbanken dazu, dass sich die Finanzierungsbedingungen der europ&#228;ischen Banken verbesserten. Zuvor waren viele Banken nicht mehr in der Lage gewesen, Gelder auf dem unbesicherten Anleihemarkt aufzunehmen, und die Kosten der Finanzierung auf dem freien Geldmarkt &#252;berschritten H&#246;hen, die zuvor nur in der Krise von 2008 erreicht worden waren. Eine Finanzierung in Dollar war ganz besonders teuer geworden.“</em></p>
<p>Auch der renommierte <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/7216/europas-rendezvous-mit-dem-kollaps/">Schweizer Tagesanzeiger</a> res&#252;miert &#252;ber die dramatische Zeit im letzten Herbst und erl&#228;utert die Lage anhand verschiedener Tabellen und Grafiken, die ein beredtes Zeugnis von der gef&#228;hrlich-instabilen Lage des europ&#228;ischen  Bankensystems ablegen – und damit des gesamten Weltfinanzsystems in der direkten Folge.</p>
<p>In einem <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,821835,00.html">Artikel des Spiegel</a> scheint die prek&#228;re Lage des Systems im letzten Herbst zwischen den Zeilen durch. Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel antwortet auf die Frage, ob es denn ohne die massive Geldflutung durch die Notenbanken im letzten Herbst zu Bankenpleiten in Europa gekommen w&#228;re, wie folgt: „Im November hatten einige Institute erhebliche Schwierigkeiten sich zu refinanzieren, also sich am Markt frisches Geld zu leihen. Deshalb mussten wir diese au&#223;ergew&#246;hnliche Ma&#223;nahme ergreifen.  … Klar ist, dass im November einige Banken kaum Zugang zum Markt hatten. Das ist eine Situation, in der es aus Notenbanksicht gerechtfertigt ist, zu solchen Mitteln zu greifen. … Unsere Botschaft ist: Wir sind in einer au&#223;ergew&#246;hnlichen Situation und haben zu au&#223;ergew&#246;hnlichen Ma&#223;nahmen gegriffen.“</p>
<p>Zu der Heftigkeit der Finanzkrise im Herbst 2011 befragt, sagt Joachim Nagel: „Wir dachten, die Risiken w&#228;ren kontrollierbar. Wir haben an die Effizienz der Finanzm&#228;rkte geglaubt. Die Theorie, dass jeder Investor immer rational entscheidet, hat uns gepr&#228;gt. Heute wissen wir, dass das alles nicht stimmt. Die M&#228;rkte neigen zu &#220;bertreibungen. Es braucht nur einen Ausl&#246;ser und sie schie&#223;en pl&#246;tzlich weit &#252;ber das hinaus, was man als rational bezeichnen k&#246;nnte.“</p>
<p>Der Artikel im Schweizer „Tagesanzeiger“ schlie&#223;t mit den Worten „Wie gesagt, wir werden es nie wissen. Aber die Daten der BIZ geben ein klares Indiz daf&#252;r, dass das europ&#228;ische Bankensystem im Herbst 2011 auf extrem d&#252;nnem Eis gestanden hatte. Viel d&#252;nner, als es den meisten ausstehenden Beobachtern bewusst gewesen sein d&#252;rfte.“</p>
<p>Uns sollte bewu&#223;t sein das dies jederzeit wieder passieren kann und wir uns vorbereiten sollten wir als Golddiplmaten zeigen daf&#252;r einen weg wie sie Ihr Geld sch&#252;tzten k&#246;nnen informieren sie sich jetzt.</p>
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		<title>EZB keine &#196;nderung der Geldpolitik</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 11:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ullrich</dc:creator>
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<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">EZB wartet erst einmal ab</span></h2>
<p>Die EZB hat bei ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag keine &#196;nderung an der Geldpolitik beschlossen. Das war von &#214;konomen auch so erwartet worden.</p>
<p><span id="more-5176"></span></p>
<p>Nach der zweiten Geldspritze f&#252;r Europas Banken &#252;ber rund 530 Milliarden Euro wird man erst einmal abwarten. Zwar h&#228;lt die Notenbank eine leichte Rezession f&#252;r m&#246;glich. Man gehe inzwischen nur noch von einem Wachstum in 2012 von minus 0,5 bis plus 0,3 Prozent aus. Es deute sich aber eine Stabilisierung auf geringem Niveau an. F&#252;r 2013 w&#228;re dann eine Spanne zwischen 0,0 und 2,2 Prozent zu erwarten.<br />
Trotz der Griechenland-Krise h&#228;tten die Spannungen im Finanzsystem sp&#252;rbar nachgelassen. Nun m&#252;sse man zun&#228;chst die „gewaltige Wirkung“ der neuen Liquidit&#228;tsma&#223;nahme abwarten. Nach dem ersten 3-Jahrestender im Dezember hatte sich die Situation an den Anleihenm&#228;rkten deutlich entspannt und zu Optimismus in den Aktienm&#228;rkten gef&#252;hrt.<br />
Nicht unerheblich f&#252;r die weitere Entwicklung des Leitzinses d&#252;rfte sein, dass die der Preisstabilit&#228;t verpflichtete EZB nun f&#252;r 2012 eine dauerhaft &#252;ber dem Zielwert von 2 Prozent liegende Inflation erwartet. Unter anderem wegen gestiegenen Energiepreisen und Steuern geht man von einer Spanne zwischen 2,1 und 2,7 Prozent aus. Erst in 2013 sollte sich die Teuerung dann wieder auf rund 1,6 Prozent gesenkt haben.<br />
Zusammengefasst sieht die Notenbank also positive Auswirkungen durch die bereitgestellte Liquidit&#228;t, eine langsame Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation und eine Entspannung in den Finanzm&#228;rkten. Da gleichzeitig die Inflation &#252;ber dem Zielwert von 2 Prozent liegt, sind weitere geldpolitische Lockerungen, wie zum Beispiel eine Senkung des Leitzinses, derzeit unwahrscheinlich. W&#228;hrend die Mehrheit der &#214;konomen vor einigen Wochen noch einen in diesem Jahr bis auf 0,5 Prozent sinkenden Leitzins erwartet hat, geht man nun von einem auf l&#228;ngere Sicht gleichbleibenden Wert aus. Das wahrscheinlich sogar bis in das Jahr 2013. Anderseits hat Draghi in den letzten Monaten aber auch deutlich gemacht, dass die EZB unter seiner F&#252;hrung bereit stehen wird, falls es doch wieder zu einer Zuspitzung der Situation kommt.</p>
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