Edelmetalle Jahresausblick für 2011
Erstellt von Ralf Ullrich am Montag 10. Januar 2011
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Edelmetalle : Jahresausblick für 2011
Nun ist das Jahr 2010 vorbei es brachte kräftigere Preisänderungen für den Edelmetallsektor mit sich als prognostiziert. Stand Anfang Dezember verteuerte sich Gold um rund 25 % und schließt damit das zehnte Jahr im Folge mit einem deutlichen Plus ab. Wie erwatet hat sich die Schmucknachfrage wieder deutlich erholt. In den ersten neun Monaten des letzten Jahres betrug der physische Umsatz der Juweliere 1470 Tonnen Gold und damit rund 18 % mehr als im Vorjahreszeitraum . Gleichzeitig blieb aber die Anlegernachfrage relativ hoch , was im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen ist . Im Frühjahr brachte die von Griechenland ausgehende Staatsschuldenkrise die globale Finanzwelt an den Rande des Kollaps. Dies bescherte Edelmetallhändlern und ETC/ETF Emittenten wie schon ein Jahr früher auf dem Höhepunkt der weltweiten Rezession eine ungeheure Nachfrage
Auch das derzeitige Wiederaufflammen der Krise um die Euroland-Peripherie- Staaten treibt den Goldpreis weiter an . Daneben erhöhen die Maßnahmen zur Krisenbekämpfung die Attraktivität von Gold und darunter vor allem die „unkonventionellen „ Maßnahmen der Geldpolitik. Der Jahreshöchststand beziehungsweise das Allzeithoch von 1424 US-Dollar je Feinunze kam Anfang November als Marktreaktion nach dem Beschluss der US-Notenbank für eine weiter Runde der geldpolitischen Lockerung zustande. Die US-amerikanischen „Währungshüter“ bis Sommer diesen Jahres für rund 110 Mrd. US-Dollar pro Monat Staatsanleihen aufkaufen und damit rechnerisch rund 2/3 der US-amerikanischen Neuverschuldung finanzieren.
Gibt es nun gute Chancen für neue Rekordstände 2011 ?
Sofern sich die Finanzmarktturbulenzen wie die um Griechenland diese Jahr nicht wiederholen , dann sprechen mehrere Faktoren für eine moderatere Entwicklung des Goldpreises. Ohne die Panikkäufe dürfte der bedarf der Anleger etwas zurück gehen. Gleichzeitig ist angesichts des hohen Preises mit einem weiterhin starken Angebot an Altgold
Zu rechnen und ein Anstieg der Minenförderung im niedrigen einstelligen Prozentbereich würde nicht überraschen. Dennoch stehen die Chancen für neue Rekordstände im Jahr 2011 sehr gut. Angesichts des hohen erwarteten Weltwirtschaftswachstums können die Schmuck und die Industrienachfrage nochmals um etwa 10 bis 15 % zulegen. Und sobald der Internationale Währungsfonds sein Goldverkaufsprogramm abgeschlossen hat, steht der Notenbanksektor praktisch ausschließlich auf der Käuferseite .
Letztendlich ist es aber egal welchen Preis Gold hat weil Gold ist Gold. Die Tomaten in ihrem Supermarkt werden ja auch nicht gehaltvoller weil sie teuerer geworden sind .
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