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US-Wachstum wieder besser
Nicht nur aus Europa kommen derzeit gute Nachrichten. Auch in den USA ist dies der Fall.
Gestern gab das amerikanische Handelsministerium bekannt, dass die US-Wirtschaft im 3.
Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,5 Prozent gewachsen ist. Das ist der höchste Wert seit
einem Jahr und fast doppelt so viel, wie noch im zweiten Quartal. Im ersten Quartal war gar
nur ein mageres Wachstum von 0,4 Prozent zu sehen.
Die Zahlen sorgten allgemein für Erleichterung. Zwar gingen auch Experten im Vorfeld mit einer
Schätzung von 2,4 Prozent von einem ähnlich guten Wert aus. Sicher war man sich im Hinblick auf die in vielen Bereichen schlechten Vorzeichen der letzten Monate aber nicht. Einige
hatten sogar vor einer anstehenden neuen Rezession gewarnt. Zumindest
diese Gefahr scheint nun zunächst gebannt. Der Hauptgrund für die gute
Entwicklung war der Anstieg der privaten Ausgaben um 2,4 Prozent. Der private Konsum
macht in den USA rund 70 Prozent der Wirtschaftsentwicklung aus. Die Amerikaner kauften
vor allem dauerhafte Güter wie Autos. Aber auch Unternehmen investierten wieder etwas
mehr und der Export zog leicht an.
Die Zahlen beruhigen. Entwarnung kann dadurch aber noch nicht gegeben werden.
Insbesondere dürfte das Wachstum nach Ansicht von Experten noch nicht ausreichen, um die
hohe Arbeitslosigkeit von 9,1 Prozent zu senken. Zwar gab es auch hier zuletzt positive
Zeichen. Aber insbesondere die hohen wöchentlichen neuen Arbeitslosenanträge sprechen
gegen eine Besserung der Situation. Gestern wurde ebenfalls bekannt, dass sich in der
vergangenen Woche erneut mehr als 400.000 Personen neu arbeitslos meldeten. In einer
Woche werden die monatlichen Zahlen und die offizielle Arbeitslosenquote veröffentlicht.
Dann wird sich zeigen, ob es auch in diesem Bereich eine positive Entwicklung gibt.
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